Wirkung der Oele

Der Ölbildungsprozess: 'Der gleiche Prozess, die gleichen Kräfte, sind tätig, wenn in der Natur fette und ätherische Öle gebildet werden, wie wenn sich beim Menschen die Ich-Kraft mit der Ich-Organisation verbindet. Es ist die Wärme. Wir müssen das Ich in Beziehung setzen mit dem Ölbildungsprozess - das können wir wohl am besten dadurch, dass wir versuchen, fein zerstäubtes Öl im Bad zu verarbeiten und den Menschen zu behandeln mit Ölbädern.'

 

(R. Steiner in "Geisteswissenschaft und Medizin", GA 312, 15. Vortrag)

 

Es wird gebadet mit Olivenöl.

 

Das ist das Basisöl, in dem evtl. Pflanzen ausgezogen werden wie der Eisenhut, die Schlehe, die Ringelblume oder man setzt wenige Tropfen ätherischen Öls zu, wie z.B. Lavendel, Rosmarin, Eucalyptus oder Wintergrün.

 

Olivenöl ist ein heiliges Öl. Es wird verwendet für die Salbung der Könige, bei der Priesterweihe und für die Letzte Ölung - obwohl es durchaus kostbarere Öle gäbe.

 

Schon allein ein Bad nur mit Olivenöl tut gute Dienste. Es wirkt entsäuernd und stark ausgleichend auf den Kreislauf.

Waerme

Die feinen Ölpartikel werden von der Haut aufgenommen und im Menschen stoffwechsel- und wärmeaktiv. Wärmetherapien in der konventionellen Weise können gerade in der frühen Kindheit bzw. bei älteren Menschen eine Belastung des Kreislaufs und der Organe darstellen. Es kommt also darauf an, eine innere Wärmeentstehung auf schonende Art zu fördern.

Ein durchwärmter Organismus bildet die Grundvoraussetzung für ein harmonisches Lebensgefühl, für eine gute Immunitätslage, für eine harmonische Integration der rhythmischen Prozesse im Sinne der Chronobiologie und damit einer ausgeglichenen emotionalen Balance.

Der Wärmeorganismus bildet die Brücke zwischen dem Geistigen des Menschen und seinem physischen Leib. Das Ich, unser geistiger Anteil, ist der Heiler. Das Ich kann nur in der Wärme aktiv werden. Heilung geschieht immer über Wärmeprozesse - ohne Wärme heilt keine Wunde! Die Wärme wird transportiert übers Blut.

 

Der Wärmeorganismus ist wichtig, weil er unsere individualisierenden Gestaltungsimpulse trägt.

 

Der Ölbildungsprozess in der Pflanze ist ebenso ein Wärmeprozess.

 

In dem Bad wird das Öl ins Blut aufgenommen und dort finden sich nun kleinste Öl-Wärme-Keime. In der Auseinandersetzung damit und in der Überwindung derselben lernt der menschliche Organismus die Eigenwärmebildung und kann eventuell unterkühlte Organe wieder in den Wärmezusammenhang einbinden.

 

Im Öldispersionsbad - und vor allem in der Nachruhe - kommt es zu einer intensiven Wärmeentwicklung, die sich von innen bis in die Peripherie ausdehnt und den ganzen Menschen mit wohliger Wärme durchdringt. Dies ist das Ziel der Anwendung, - und ob es gelingt, hängt von der Durchführung des Bades und der Wahl des Öles ab.

 

 

 

 

 

Nach dem Bade in die Ruhepackung 'gepuckt' entwickelt sich eine paradiesische Wärme.